Montag, 23. November 2015

1 Jahr Schottland

Seit dem 19. November bin ich nun 1 Jahr lang in Schottland! Anlässlich diesem Ereignisses waren Rory und ich beim Inder unseres Vertrauens essen.


 Das erste Jahr im Ausland ging wirklich sehr schnell rum. Ich habe mich wirklich gut eingelebt, auch wenn manchmal das Heimweh nach Deutschland hochkommt. Generell macht es mir viel Spaß den ganzen Tag Englisch zu sprechen, manchmal ärgert es mich nur, wenn ich etwas erzählen will, aber mir fehlt ein passendes Wort.


Ein paar Beobachtungen über Land und Leute:
Die Schotten sind immer freundlich und hilfsbereit. Es regnet hier nicht mehr als in Deutschland, aber die Temperaturen sind kälter (oder milder).

Bustickets finde ich teuer, allerdings gibt es sogenannte return tickets, das heißt man kauft das Rückfahrtsticket gleich mit und der Preis ist insgesamt günstiger, als beide Tickets einzeln zu kaufen.

Das Essen in Schottland finde ich nicht so schlecht, wie immer behauptet wird. In den Supermärkten gibt es dieselben Produkte, wie auch in Deutschland (außer Vanillezucker, das scheint es hier nicht zu geben...). Man kann sogar Brot finden, das dem Deutschen sehr ähnlich ist. Die Lebensmittelpreise sind vergleichbar mit denen in Deutschland, in Restaurants aber teurer. Eine Pizza vom Italiener, die in Deutschland ein "günstiges" Essen zum Bestellen ist, ist hier richtig teuer. Toll finde ich auch, dass die Verpackungen der Lebensmittel mit einem V für vegetarisch, teilweise sogar vegan, gekennzeichnet sind. Alkohol ist teuer (und darf in Supermärkten nur zwischen 10 und 22 Uhr verkauft werden).

Lebenshaltungskosten kann man finde ich mit Deutschland vergleichen. Die Mietpreise, zumindest in Aberdeen, sind astronomisch, was an der Ölindustrie liegt. Komisch finde ich auch, dass es hier fast nur möblierte Wohnungen zur Miete gibt.
Für jede Wohnung oder Haus zahlt man hier Steuern (basierend auf dem Wertes des Hauses), in dessen Preis ein Pauschaltarif für Wasser mit eingerechnet wird. Das heißt man kann so viel Wasser benutzen, wie man möchte, jedoch zusätzliche Kosten. Vermutlich trinken hier deswegen auch alle Leitungswasser.

Das Gesundheitssystem ist meiner Meinung nach schlechter als in Deutschland. Dem National Health System fehlt das Geld.


Rückblickend war es ein wirklich tolles und ereignisreiches Jahr und ich bin sehr froh über die Erfahrung, im Ausland leben zu können.

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